Überschrift: Ausschreibung

Gottesdienstpreis 2016 »Trauung & Taufe in einem Gottesdienst«

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung schreibt für das Jahr 2016 unter dem Thema »Trauung & Taufe in einem Gottesdienst« einen Gottesdienstpreis aus.

Gemeinden und Einrichtungen aus den Kirchen der ack sind eingeladen, Gottesdienste mit integrierter Trauung und Taufe (umgangssprachlich »Traufe«) einzureichen, in denen beide Handlungen theologisch reflektiert und liturgisch überzeugend gestaltet und aufeinander bezogen sind. Die Gottesdienste dürfen nicht älter als fünf Jahre sein. Kriterien für die Vergabe des Preises sind neben dem theologischen Gehalt sowie der ästhetischen und sprachlichen Qualität insbesondere eine dramaturgisch stimmige Verortung und Verbindung der beiden Handlungen; die Aufmerksamkeit für die Symbolik beider Handlungen; die Beachtung der Doppelrolle des Eltern- und Brautpaares sowie der Familie und eventuell weiterer Kinder; die Beteiligungsmöglichkeiten für Angehörige, Freunde und ggf. Paten; ein angemessener zeitlicher Rahmen.

Folgende Unterlagen, die zusammen nicht mehr als 20 Seiten umfassen sollen, können bis zum 31. Januar 2016 in zweifacher Ausfertigung (als digitale Datei im Word-Format und als Ausdruck) eingereicht werden:

  • ein Ablaufplan mit allen gottesdienstlichen Texten
  • konzeptionelle Überlegungen und evtl. wichtige Aspekte aus dem Vorgespräch mit der Familie (max. 5 Seiten)
  • ggf. ein Foto und eine Skizze des Kirchenraums

Der Preis ist mit 2500 € dotiert. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung wird einer möglichen Veröffentlichung zugestimmt.

Anfragen und Einsendungen an:
Haus der Stiftungen
Ruhlstraße 9
34117 Kassel

E-Mail: info@gottesdienst-stiftung.de

Der Jury gehören u. a. an:

Christiane Berthold-Scholz, Hofgeismar
Heidrun Dörken, Ev. Senderbeauftragte für den hr, Frankfurt / Main
Prof. Dr. Holger Eschmann, Theologische Hochschule Reutlingen
Dr. Folkert Fendler Leiter des Zentrums für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim
Prof. Dr. Ansgar Franz Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft und Homiletik, Mainz
Dr. Lutz Friedrichs Referent für Gottesdienst, Kassel
Anne Gidion Gottesdienst-Institut der Nordkirche, Hamburg
Dr. Stephan Goldschmidt, Vors. der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes und Gottesdienstreferent der EKD, Hannover
Dr. Hanna Kasparick, Predigerseminardirektorin, Lutherstadt Wittenberg
Dr. Andreas Leipold Militärseelsorger, Fritzlar
Jörg Persch Verlagsbereichsleiter, Göttingen
Prof. Dr. Marcel Saß Lehrstuhl für Religionspädagogik, Marburg
Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg
Burkhard Weitz Chrismon-Redakteur, Frankfurt / Main
Helmut Wöllenstein Propst des Sprengels Waldeck und Marburg

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Gottesdienstpreis 2015 »Schulanfängergottesdienste«

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung schreibt unter dem Thema »Schulanfängergottesdienste mit Teilnehmenden aus verschiedenen Religionen und / oder Konfessionslosen« den Gottesdienstpreis 2015 aus.

Kirchengemeinden und Schulen sind eingeladen, bis zum 16. März 2015 Gottesdienste einzureichen, die in Kooperation von Kirchengemeinden, Schulen und Vertretern / Vertreterinnen anderer Religionsgemeinschaften anlässlich des Schulanfangs an Grundschulen und weiterführenden Schulen vorbereitet und die nach dem 1. Januar 2012 in einer Kirche oder an einem anderen Ort gefeiert wurden. Kriterien für die Vergabe des Preises sind:

  • die theologische, ästhetische, sprachliche und dramaturgische Qualität des Gottesdienstes insgesamt
  • das theologisch, kommunikativ und dramaturgisch reflektierte Eingehen auf die Situation der multireligiösen Gemeinde bei der Feier des Gottesdienstes
  • die gemeinsame Vorbereitung mit und Beteiligung von Vertretern / Vertreterinnen anderer Religionsgemeinschaften, der Gemeinde, der Schule und gegebenenfalls der Kindertagesstätten
  • die Auswahl und die Gestaltung des Ortes
  • die Berücksichtigung der besonderen Situation des Schulbeginns
  • die Verwendung einer für alle Teilnehmenden angemessenen Sprache

Die Gottesdienste sind in schriftlicher Form und als Datei (höchstens 20 Seiten) zu dokumentieren. Die Darstellung sollte ein »Drehbuch« mit allen im Gottesdienst verwendeten Texten enthalten. Darüber hinaus sind konzeptionelle Überlegungen und eine Darstellung des Vorbereitungsprozesses (insgesamt höchstens 7 Seiten) einzureichen. Öffentliche Resonanzen (Zeitungsberichte, Fotos u. ä.) können hinzugefügt werden. Auch ein Video- Ausschnitt (höchstens 5 Minuten) kann mit eingesandt werden.

Der Preis ist mit 2500 € dotiert. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung wird einer möglichen Veröffentlichung zugestimmt.

Anfragen und Einsendungen an:
Haus der Stiftungen
Ruhlstraße 9
34117 Kassel

E-Mail: info@gottesdienst-stiftung.de

Der Jury gehören u. a. an:

Prof. Dr. Jochen Arnold
Michaeliskloster, Hildesheim

Christiane Berthold-Scholz
Hofgeismar

Heidrun Dörken
Evangelische Senderbeauftragte für den Hessischen Rundfunk,
Frankfurt/ Main

Prof. Dr. Holger Eschmann
th Reutlingen

Dr. Folkert Fendler
Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim

Prof. Dr. Ansgar Franz
jgu Mainz

Dr. Lutz Friedrichs
Referent für Gottesdienst, Kassel

Anne Gidion
Gottesdienst-Institut der Nordkirche, Hamburg

Dr. Stephan Goldschmidt
Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes; Gottesdienstreferent der ekd, Hannover

Dr. Beate Großklaus
Schuldekanin, Heidelberg

Dr. Anke Kaloudis
pti Hanau

Dr. Hanna Kasparick
Predigerseminar Lutherstadt Wittenberg

Gerd Kerl
Liturgische Konferenz, Dortmund

Dr. Andreas Leipold
Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld

Jörg Persch
Verlagsbereichsleiter, Göttingen

Prof. Dr. Marcel Saß
Philipps-Universität Marburg

Prof. Dr. Wolfgang Reinbold
Beauftragter für Kirche und Islam der Ev.-luther. Landeskirche Hannovers

Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Philipps-Universität Marburg

Burkhard Weitz
Redakteur »Chrismon«, Frankfurt / Main

Helmut Wöllenstein
Propst des Sprengels Waldeck und Marburg

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Gottesdienstpreis 2014 »Literaturgottesdienste«

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung schreibt für das Jahr 2014 unter dem Thema »Literaturgottesdienste« einen Gottesdienstpreis aus.

Gemeinden und Einrichtungen aus den Kirchen der ack sind eingeladen, Literaturgottesdienste einzureichen, in denen biblische und andere literarische Texte so aufeinander bezogen werden, dass ein neuer Blick auf Fragen des Lebens und Glaubens entsteht. Die ausgewählte Literatur kann alle literarischen Genres umfassen (Romane, Erzählungen, Krimis, Gedichte, Kinder- und Jugendliteratur) und zu den aktuellen Beststellern zählen oder zu den Klassikern der Weltliteratur.

Kriterien für die Vergabe des Preises sind:

  • der theologische Gehalt sowie die ästhetische und sprachliche Qualität;
  • die Dramaturgie und die Gestaltung des Gottesdienstes;
  • die Erschließung der Literatur für die anwesende Gemeinde;
  • die Wahrung des Eigenrechts der Literatur;
  • die Kooperation mit Personen oder Einrichtungen, die in besonderer Weise der Literatur nahestehen (Dichter, Schauspielerinnen, Büchereien, Buchhandlungen u. ä.).

Folgende Unterlagen – zusammen maximal 15 Seiten – können bis zum 31. Januar 2014 in zweifacher Ausfertigung (digitale Datei im Word-Format sowie Ausdruck) eingereicht werden:

  • ein Ablaufplan;
  • ein Grundriss des gottesdienstlichen Ortes mit Bewegungsskizze;
  • alle gottesdienstlichen Texte;
  • konzeptionelle Überlegungen (max. 5 Seiten)

Öffentliche Resonanzen (Zeitungsberichte, Fotos u. ä.) können hinzugefügt werden. Auch ein Video-Ausschnitt (max. 5 Minuten) kann mit eingesandt werden. Der Preis ist mit 2500 € dotiert. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung wird einer möglichen Veröffentlichung zugestimmt.

Der Jury gehören u. a. an:

Christiane Berthold-Scholz
Gottesdienstarbeitsstelle, Hofgeismar

Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh
Ausbildungsreferent der Ev. Landeskirche in Baden, Karlsruhe

Heidrun Dörken Medienbeauftragte der
Ev. Kirche in Hessen und Nassau, Frankfurt / Main

Prof. Dr. Holger Eschmann
Theologische Hochschule Reutlingen

Prof. Dr. Ansgar Franz
Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft und Homiletik jgu Mainz

Anne Gidion
Gottesdienst-Institut der Nordkirche, Hamburg

Dr. Stephan Goldschmidt
Gottesdienstreferent der ekd, Hannover

Dr. Hanna Kasparick
Predigerseminardirektorin, Lutherstadt Wittenberg

Gerd Kerl
Stellvertretender Vorsitzender der Liturgischen Konferenz, Dortmund

Dr. Andreas Leipold
Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld

Jörg Persch
Verlagsbereichsleiter, Göttingen

Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg

Burkhard Weitz
Chrismon-Redakteur, Frankfurt / Main

Helmut Wöllenstein
Propst des Sprengels Waldeck und Marburg

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Gottesdienst-Preis 2013
»Ein Gottesdienstkonzept für die Region«

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung schreibt für das Jahr 2013 unter dem Thema »Ein Gottesdienstkonzept für die Region« einen Gottesdienstpreis aus.

Jeden Sonntag das gleiche Programm? – Die Gewohnheiten der Menschen am Wochenende haben sich verändert. Die Landschaft der Gottesdienste wird vielfältiger. Aber die einzelne Gemeinde bleibt in ihrem Angebot begrenzt. Gemeinsame konzeptionelle Überlegungen in der Region erweitern den Horizont und die Möglichkeiten. Stil, Zeit und Gestaltungsformen der Gottesdienste vor Ort werden aufeinander abgestimmt. Das Kirchenjahr und die Ereignisse des örtlichen und öffentlichen Lebens finden Berücksichtigung. Die Feiernden können auswählen, was ihnen entgegenkommt. Mit den vorhandenen Ressourcen wird nachhaltig umgegangen.

Der Gottesdienstpreis 2013 wird verliehen für ein Gottesdienstkonzept, das:

  • mehrere Gemeinden oder Einrichtungen gemeinsam entwickelt haben;
  • auf einer sorgfältigen Analyse der Situation vor Ort beruht und ein theologisch durchdachtes Ensemble von Gottesdiensten in der Region und im Kirchenjahr darstellt;
  • unterschiedliche Milieus und zeitliche Bedürfnisse berücksichtigt;
  • zu den vorhandenen Räumen passt und auch mit den Grenzen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden phantasievoll und realitätsgerecht umgeht.

Folgende Unterlagen, die zusammen nicht mehr als 15 Seiten umfassen sollen, können bis zum 31. Januar 2013 eingereicht werden:

  • eine Beschreibung und Analyse der Region im Blick auf das gottesdienstliche Leben;
  • eine Beschreibung und Analyse der vorhandenen Ressourcen;
  • ein Konzept für die Gottesdienste in der Region im Verlauf des Kirchenjahres;
  • Überlegungen zur Umsetzung und zur begleitenden Öffentlichkeitsarbeit

sowie

  • eventuell ein Bericht und eine erste Analyse über Erfahrungen mit dem Konzept.

Der Preis ist mit 2500 € dotiert. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung wird einer möglichen Veröffentlichung unter www.gottesdienst-stiftung.de zugestimmt.

Anfragen und Einsendungen an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes – Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung, Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de

Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.

Der Jury gehören u. a. an:

Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh
Ausbildungsreferent der Ev. Landeskirche in Baden, Karlsruhe

Jan v. Campenhausen
Reformbüro der EKD, Hannover

Heidrun Dörken
Medienbeauftragte der Ev. Kirche in Hessen und Nassau, Frankfurt / Main

Prof. Dr. Holger Eschmann
Theologische Hochschule Reutlingen

Dr. Folkert Fendler
Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim

Prof. Dr. Ansgar Franz
Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft und Homiletik jgu Mainz

Anne Gidion
Gottesdienst-Institut der Nordkirche, Hamburg

Dr. Stephan Goldschmidt
Gottesdienstreferent der EKD, Hannover

Dr. Hanna Kasparick
Predigerseminardirektorin, Lutherstadt Wittenberg

Gerd Kerl
Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Ev. Kirche von Westfalen, Schwerte

Dr. Andreas Leipold
Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld

Prof. Dr. Hans-Martin Lübking
Pädagogisches Institut der Ev. Kirche von Westfalen, Schwerte

Jörg Persch
Verlagsbereichsleiter, Göttingen

Dr. Thomas Schlegel
Zentrum für Mission in der Region, Greifswald

Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg

Burkhard Weitz
Redakteur, Frankfurt / Main

Helmut Wöllenstein
Propst des Sprengels Waldeck und Marburg

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Archiv der Ausschreibungen

Gottesdienst-Preis 2012 »Gottesdienst mit Demenzkranken«

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung hat unter dem Thema »Gottesdienst mit Demenzkranken« den Gottesdienstpreis 2012 ausgechrieben. Gemeinden und Einrichtungen aus den Kirchen der ack waren eingeladen, bis zum 28. Februar 2012 Gottesdienste einzureichen, die mit Blick auf Demenzkranke, ihre Angehörigen und ihr Umfeld gestaltet und gefeiert wurden.

Kriterien für die Vergabe des Preises:

  • Theologische und ästhetische Qualität;
  • Verwendung von Leichter Sprache und unterstützender Kommunikation;
  • Elementarisierung;
  • Umgang mit Gesten, Symbolen und Zeichen;
  • Berücksichtigung der Sinnesorgane;
  • Impulse zur Aktivierung von Erinnerungen;
  • Beteiligung der Gemeinde.

Die Gottesdienste waren in schriftlicher Form und als digitale Datei (höchstens 20 Seiten) zu dokumentieren. Die Darstellung sollte einen Ablaufplan und alle gottesdienstlichen Texte enthalten. Darüber hinaus waren konzeptionelle Überlegungen (höchstens 5 Seiten) einzureichen. Öffentliche Resonanzen (Zeitungsberichte, Fotos u. ä.) konnten hinzugefügt werden. Auch ein Video-Ausschnitt (höchstens 5 Minuten) aus der Eingangsphase des Gottesdienstes konnte mit eingesandt werden.

Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung wurde einer möglichen Veröffentlichung unter www.gottesdienst-stiftung.de zugestimmt. Der Preis ist mit € 2500 dotiert.

Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. Nachfragen und Einsendungen bitte an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes [Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung], Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de

Der Jury gehörten u. a. an:

  • Geertje-Froken Bolle, Pfarrerin in Klinik- und Altenheimseelsorge, Berlin
  • Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Ausbildungsreferent der Ev. Landeskirche in Baden, Karlsruhe
  • Heidrun Dörken, Medienbeauftragte der Ev. Kirche in Hessen und Nassau, Frankfurt am Main
  • Dr. Folkert Fendler, Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim
  • Dr. Lutz Friedrichs, Referent für Gottesdienst, Kassel
  • Anne Gidion, gottesdienst institut nordelbien, Hamburg
  • Dr. Stephan Goldschmidt, Vorsitzender der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes und Gottesdienstreferent der EKD, Hannover
  • Dr. Reinhard Höppner, Ministerpräsident a. D. von Sachsen-Anhalt, Magdeburg
  • Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft, Erfurt
  • Dr. Andreas Leipold, Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld
  • Prof. Dr. Hans-Martin Lübking, Pädagogisches Institut der Ev. Kirche von Westfalen, Schwerte
  • Jörg Persch, Verlagsbereichsleiter, Göttingen
  • Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg
  • Burkhard Weitz, Redakteur bei »Chrismon«, Frankfurt am Main

Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. Nachfragen und Einsendungen bitte an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes [Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung], Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de

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Gottesdienst-Preis 2011 »Taufgottesdienst«

Gemeinden und Einrichtungen aus den Kirchen der ack sind eingeladen, bis zum 28. Februar 2011 Taufgottesdienste oder Tauferinnerungsgottesdienste einzureichen, die Bedeutung und Gestalt der Taufe ansprechend darstellen, die Menschen zur Taufe einladen, die die beteiligten Familien im Blick haben
und die kirchliche bzw. gemeindliche Bindung gestalten.

Kriterien für die Vergabe des Preises sind neben der theologischen, ästhetischen und sprachlichen Qualität die Gestaltung der Taufhandlung, die Aufmerksamkeit für die nonverbalen Zeichen, insbesondere der Umgang mit dem Element Wasser, die Beteiligung der Angehörigen und der Gemeinde. Die Gottesdienste sind in schriftlicher Form (in zweifacher Ausfertigung, als Datei und als Ausdruck von höchstens 20 Seiten) zu dokumentieren. Die Darstellung sollte einen Ablaufplan, einen Grundriss des gottesdienstlichen Ortes mit Bewegungsskizze
und alle gottesdienstlichen Texte enthalten. Darüber hinaus sind konzeptionelle Überlegungen (höchstens 5 Seiten) einzureichen. Öffentliche Resonanzen (Zeitungsberichte, Fotos u. ä.) können hinzugefügt werden. Auch ein Video-Ausschnitt (höchstens 5 Minuten) aus der Eingangsphase des Gottesdienstes kann eingesandt
werden.

Der Preis ist mit 2500 € dotiert. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung wird einer möglichen Veröffentlichung unter www.gottesdienst-stiftung.de zugestimmt.

Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. Nachfragen und Einsendungen bitte an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes [Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung], Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de

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Gottesdienst-Sonderpreis 2010 »Neue Passionslieder«

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck haben für das Jahr 2010 unter dem Thema »Neue Passionslieder« einen zweigeteilten Gottesdienst-Sonderpreis für Text und Melodie zeitgenössischer Passionslieder ausgeschrieben.

Ziel der Ausschreibung war es, den Gemeindegesang während der Passionszeit zu bereichern. Die eingereichten Passionslieder sollten dafür den Gemeinden in der Passionszeit 2011 zugänglich gemacht werden. Gesucht wurden Lieder oder Texte, die für den Gemeindegesang während der Passionszeit geeignet sind und die die Themen und Texte insbesondere der Passionssonntage zwischen Invokavit und Palmsonntag aufgreifen. Die Dichter und / oder Komponisten stimmten mit der Einreichung ihrer Texte oder Melodien dem beschriebenen Verfahren und einer Veröffentlichung zu.

Bis zum 28. März 2010 konnten zunächst Liedtexte eingereicht werden. Sie konnten, mussten aber nicht, mit einer Melodie versehen sein oder sich auf eine bekannte Lied-Melodie singen lassen. Eine Textauswahl aus den Einsendungen durch die Jury ist hier abrufbar.

Danach wurden in einer zweiten Ausschreibung die Melodien zu diesen Passionstexten gesucht, die bis zum 15. August eingereicht werden konnten. Zugelassen waren Texte und Lieder, die noch nicht veröffentlicht wurden. Der Text der zweiten Ausschreibung ist hier abrufbar.

Der 1. Preis für Text und Melodie war mit jeweils 2000 € dotiert, weitere Preise wurden vergeben. Die Jury entschied frei über die Aufteilung der Preisgelder im Wert von insgesamt 7000 €. Für die Vergabe des Preises waren folgende Kriterien leitend:

  • ein theologisch verantworteter Umgang mit dem Thema Passion;
  • die Berücksichtigung der besonderen Themen und Texte zumindest eines der Passionssonntage zwischen Invokavit und Palmsonntag;
  • sprachliche und musikalische Qualität;
  • besondere Eignung für den Gemeindegesang;
  • Wort-Ton-Verhältnis;
  • Begleitbarkeit.

Die Passionslieder oder -texte waren in schriftlicher Form einzureichen. Hinzugefügt werden sollte eine unterschriebene Bescheinigung über die persönliche Urheberschaft der eingereichten Texte und Melodien. Ein Vordruck und die Information über weitere Rechtsgrundlagen zum Wettbewerb waren im Internet oder postalisch erhältlich. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. Nachfragen biitte an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes [Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung], Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de

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2010 / Gottesdienst für Konfirmandinnen und Konfirmanden

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung) schrieb unter dem Thema »Gottesdienst für Konfirmandinnen und Konfirmanden« den Gottesdienstpreis 2010 aus.

Gemeinden und Einrichtungen aus den Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen waren eingeladen, bis zum 31. Januar 2010 Gottesdienste einzureichen:

  • die mit Konfirmandinnen und Konfirmanden oder vergleichbaren Lerngruppen gefeiert wurden (beispielsweise im Rahmen des Firmunterrichts);
  • die – möglicherweise – gemeinsam mit Jugendlichen vorbereitet wurden;
  • die sowohl die Jugendlichen wie Eltern und die Gottesdienstgemeinde im Blick haben und die im Jahre 2009 oder 2010 gefeiert wurden.

Konfirmationsgottesdienste wurden nicht in die Auswahl aufgenommen.

Der Preis war mit 2.500 € dotiert.

Kriterien für die Vergabe des Preises waren:

  • eine Jugendliche wie Erwachsene überzeugende,
  • inhaltlich-theologische, sprachliche, musikalische und räumliche Gestaltung,
  • die auch das Körperliche und die Bewegung berücksichtigt, sowie:
  • die theologische, ästhetische und sprachliche Qualität.

Einzelheiten zur Form der Einsendung entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Ausschreibungstext, den Sie hier herunterladen können. Für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen unter info@gottesdienst-stiftung.de zur Verfügung.

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2009 / Gottesdienst auf dem Markt

Unter diesem Thema schrieb die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes – Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung – einen Gottesdienstpreis aus. Gemeinden und Einrichtungen aus den Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen waren eingeladen, bis zum 31. Januar 2009 Gottesdienste einzureichen:

  • die nicht in einer Kirche, sondern im öffentlichen Raum gefeiert wurden;
  • die in Kooperation mit Partnern des öffentlichen Lebens vorbereitet und gestaltet wurden;
  • die gesellschaftlich relevante Themen aufgegriffen haben.

Kriterien für die Vergabe des Preises waren:

  • Relevanz für den öffentlichen Diskurs;
  • Beteiligung der Partner des öffentlichen Lebens;
  • Verknüpfung von geistlichen Fragen und gesellschaftlichen Themen;
  • angemessene Berücksichtigung der Situation und der Zielgruppen;
  • theologische, ästhetische und sprachliche Qualität;
  • Stimmigkeit der liturgischen Gestaltung.

Die Gottesdienste waren in schriftlicher Form zu dokumentieren. Die Darstellung sollte einen Ablaufplan und alle gottesdienstlichen Texte enthalten. Darüber hinaus waren konzeptionelle Überlegungen (höchstens 5 Seiten) einzureichen. Öffentliche Resonanzen (Zeitungsberichte, Fotos u.?ä.) konnten hinzugefügt werden. Auch ein Video-Ausschnitt (höchstens 5 Minuten) aus der Eingangsphase des Gottesdienstes konnte mit eingesandt werden.

Der Preis war mit 2500 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand am 25. September 2009 in Kassel statt.

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Überschrift: Preisträger

Gottesdienstpreis 2016

Gottesdienstpreis 2016 für die beste Trauung und Taufe in einem Gottesdienst geht an Pfarrerin Lisa Neuhaus in Frankfurt

»Wenn die Königin von Saba die Windeln wechselt« – so titelte Pfarrerin Lisa Neuhaus den im August 2015 in Frankfurt gefeierten Trau- und Taufgottesdienst. Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung) zeichnet ihn mit dem Gottesdienstpreis 2016 aus. Die Stiftung vergibt den mit 2.500 Euro dotierten Gottesdienstpreis in diesem Jahr zum achten Mal.

In diesem Jahr war der Preis unter dem Thema »Trauung und Taufe in einem Gottesdienst« ausgelobt worden. Kriterien waren neben der theologischen, ästhetischen und sprachlichen Qualität u. a. die dramaturgisch stimmige Verortung und Verbindung von Taufe und Trauung und die Beachtung der Doppelrolle von Eltern- und Brautpaar.

Bereits mit ihrer Überschrift macht Lisa Neuhaus deutlich, in welcher Spannung ein solcher Gottesdienst steht. Bei der Trauung zieht ein Brautpaar zu festlichen Klängen der Orgel ein. Bei der Taufe steht dasselbe Paar als Eltern vorm Taufstein.

Die Jury beeindruckte die hohe theologische Reflexion, mit der Lisa Neuhaus den Gottesdienst vorbereitete, die Ihre Rolle als »Gehilfin der Freude« bezeichnet. Das Ergebnis: Eine Feier, bei der man gern dabei gewesen wäre, wie mehrere Juroren betonten. Die Pfarrerin erscheint zugewandt, predigt persönlich, führt humorvoll durch die Feier und setzt an entscheidenden Stellen Akzente, um sowohl der Trauung als auch der Taufe das je eigene Gewicht zu geben. Gleich mehrere Personen aus der Tauf- und Traugesellschaft kommen zu Wort und sagen zu, das Paar in guten und schweren Tagen zu begleiten und den Täufling in ihre Gemeinschaft aufzunehmen. Das Paar stammt aus Familien mit unterschiedlichen religiösen Traditionen, auch dem wurde Lisa Neuhaus gerecht.

Der vollständige Wortlaut des Gottesdienstes kann hier abgerufen werden.

Die Mitglieder der Jury sind:

  • Christiane Berthold-Scholz, Hofgeismar
  • Heidrun Dörken, Senderbeauftragte für den Hessischen Rundfunk, Frankfurt / Main
  • Prof. Dr. Holger Eschmann, Theologische Hochschule Reutlingen
  • Dr. Folkert Fendler, Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim
  • Prof. Dr. Ansgar Franz, Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft und Homiletik, Mainz
  • Dr. Lutz Friedrichs, Referent für Gottesdienst, Kassel
  • Anne Gidion, Gottesdienst-Institut der Nordkirche, Hamburg
  • Dr. Stephan Goldschmidt, Vorsitzender der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes und Gottesdienstreferent der EKD, Hannover
  • Dr. Hanna Kasparick, Predigerseminardirektorin, Lutherstadt Wittenberg
  • Dr. Andreas Leipold, Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld
    Jörg Persch, Verlagsbereichsleiter, Göttingen
  • Prof. Dr. Marcel Saß, Lehrstuhl für Religionspädagogik und Liturgik, Marburg
  • Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg
  • Burkhard Weitz, Chrismon-Redakteur, Frankfurt
  • Helmut Wöllenstein, Propst des Sprengels Waldeck und Marburg, Marburg

Download:

Der vollständige Wortlaut des Gottesdienstes kann hier abgerufen werden.

Konzeptionelle Überlegungen zum Gottesdienst finden Sie hier.

Gottesdienstpreis 2014

Preis für den besten Literatur-Gottesdienst geht nach Bielefeld

„Erklärt Pereira“ – so lautet der Titel des Literatur-Gottesdienstes, den die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes in 2014 mit dem Gottesdienstpreis auszeichnet. Er wurde in einem Team von zwei Pfarrern und zwei Pädagoginnen vorbereitet und in der gut besuchten Stephanuskirche in Bielefeld gefeiert. Dort finden seit mehr als zehn Jahren regelmäßig Literatur-Gottesdienste statt, in denen nach den Worten der Initiatoren Susanne und Hans Große sowie Claudia und Martin Hülsenbeck „theologisches Denken und literarische Werke miteinander in einen Dialog“ gebracht werden.

Die hochkarätig besetzte Jury wählte den Bielefelder Gottesdienst aus einer großen Zahl eingereichter Literatur-Gottesdienste aus, die fast durchgängig einen überzeugenden Eindruck machten. Besonders beeindruckte allerdings der Gottesdienst „Erklärt Pereira“, dessen literarische Vorlage der gleichnamige Roman von Antonio Tabucchi aus dem Jahr 1994 bildet.

„Auf gekonnte Weise wurden biblische und literarische Texte sowie originelle Predigtsequenzen aufeinander bezogen und regten die am Gottesdienst Teilnehmenden zum existenziellen Nachdenken an“, begründete die Jury ihre Entscheidung. „Es entstand ein lebendiger und anregender Dialog zwischen biblischen Lesungen, theologischen Einwürfen und dem Roman. Der Gottesdienst war gleichzeitig spannend inszeniert und theologisch anspruchsvoll. Es gelang, die Teilnehmenden in die Geschichte des Journalisten Dr. Pereira hineinzuziehen, der vor der Entscheidung stand, offensichtliches Unrecht im diktatorisch regierten Portugal der späten 30er Jahre anzuprangern und sein Leben zu riskieren oder es weiterzuführen, als sei nichts geschehen.“

Eine Verknüpfung mit verschiedenen biblischen Berufungstexten macht deutlich, dass die Gewissensentscheidung des Pereira exemplarisch auch für weniger dramatische Entscheidungsprozesse stehen kann. „Dadurch macht dieser Literatur-Gottesdienst auf eine nicht-moralische Weise deutlich, dass die Bereitschaft zur Hingabe nicht nur ihren Preis hat, sondern zugleich einen Gewinn für das eigene Leben darstellen kann“, so die Jury.

Die Mitglieder der Jury sind:

Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Bischof der Ev. Landeskirche in Baden, Karlsruhe / Heidrun Dörken, Senderbeauftragte für den Hessischen Rundfunk, Frankfurt / Main / Prof. Dr. Holger Eschmann, Theologische Hochschule Reutlingen / Dr. Folkert Fendler, Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim / Prof. Dr. Ansgar Franz, Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft und Holiletik, Mainz / Dr. Lutz Friedrichs, Referent für Gottesdienst, Kassel / Anne Gidion, Gottesdienst-Institut der Nordkirche, Hamburg / Dr. Stephan Goldschmidt, Vorsitzender der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes, und Gottesdienstreferent der EKD, Hannover / Dr. Hanna Kasparick, Predigerseminardirektorin, Lutherstadt Wittenberg / Gerd Kerl, Stellvertretender Vorsitzender der Liturgischen Konferenz, Dortmund / Dr. Andreas Leipold, Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld / Jörg Persch, Verlagsbereichsleiter, Göttingen / Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg / Burkhard Weitz, Chrismon-Redakteur, Frankfurt / Helmut Wöllenstein, Propst des Sprengels Waldeck und Marburg, Marburg /

Download:

Der vollständige Wortlaut des Gottesdienstes kann hier abgerufen werden.

Gottesdienstpreis 2013

Kirchenkreis Köthen wird für Gottesdienstkonzept in der Region ausgezeichnet

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung) verleiht den mit 2.500 € dotierten Gottesdienstpreis 2013 an den Kirchenkreis Köthen (Anhalt). Ausgeschrieben war der Preis für ein Konzept, das die Gottesdienste in einer Region am besten koordiniert.

In der Stadt Köthen und der umliegenden ländlichen Region wurde in einem mehrjährigen Prozess eine gemeinsame Gottesdienstlandschaft aller Gemeinden entwickelt. Viele waren beteiligt, bis nach einer sorgfältigen Analyse der örtlichen Gegebenheiten, des Kirchgangs und der örtlichen Geschichte ein innovatives Gottesdienstkonzept entstand. Heute ist in der Region eine größere Vielfalt an Gottesdienstformen und -zeiten möglich. Zugleich wird mit finanziellen und personellen Ressourcen schonend und nachhaltig umgegangen.

Die Entwicklung des ausgezeichneten Gottesdienstkonzeptes begann 2010 mit einer statistischen Bestandsaufnahme. Anschließend wurde in einem u. a. durch das EKD-Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst (Hildesheim) moderierten Prozess das Ergebnis analysiert und anhand theologischer Kriterien zu einem Konzept mit einem vielfältigen gottesdienstlichen Programm entwickelt. Anschließend wurde es in verschiedenen Gremien des Kirchenkreises vorgestellt und weiterentwickelt. Die Jury beeindruckte die Transparenz des Prozesses und die breite Beteiligung unterschiedlicher Gemeindegruppen. In Köthen hat man sich nicht gescheut, auch Tabuthemen wie z.B. eine Veränderung der sonntäglichen Gottesdienstzeit und eine wohl bedachte Reduzierung der regelmäßigen Gottesdienste auf dem Land anzusprechen und auszuhalten. Dabei habe man aber, so würdigte die Jury, viel Aufmerksamkeit darauf verwendet, „sowohl die Bedürfnisse der Kerngemeinde als auch die Notwendigkeit ernst zu nehmen, neue Ideen zu entwickeln und neue Zielgruppen zu erschließen.“ Inzwischen werden in der Stadt Köthen in den beiden Stadtkirchen zu unterschiedlichen Zeiten an jedem Sonntag jeweils ein traditioneller sowie ein alternativer Gottesdienst gefeiert. In den beiden Kirchspielen Preußlitz und Wörbzig mit ihren 12 Kirchengemeinden und 14 genutzten Kirchen wurde das gottesdienstliche Angebot so umgebaut, dass in den Gottesdiensten neben dem Kirchenjahr verstärkt die Ereignisse des öffentlichen Lebens berücksichtigt werden. Darüber hinaus wurden neue Orte für den Gottesdienst entdeckt, wie beispielsweise eine „Kulturscheune“, eine Maschinenhalle oder ein Campingplatz. Dieses Konzept kommt offenbar bei den Menschen an. Die Vielfalt der Teilnehmenden steigerte sich im vergangenen Jahr erfreulich, obwohl die Zahl der Gottesdienste reduziert wurde. Auch die treuen Kirchenmitglieder haben das neue Angebot angenommen.

Der vollständige Wortlaut des Strukturkonzeptes für den städtischen und ländlichen Bereich des Kirchenkreises Köthen kann auf der Internetseite www.gottesdienst-stiftung.de abgerufen werden.

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung) vergibt im Jahr 2013 den Gottesdienstpreis zum fünften Mal. In diesem Jahr war der Preis für ein Gottesdienstkonzept in einer Region ausgelobt worden, das von mehreren Gemeinden gemeinsam entwickelt wurde, auf einer sorgfältigen Analyse der Situation vor Ort beruhte und ein theologisch durchdachtes Ensemble von Gottesdiensten in der Region darstellt.

Die Mitglieder der Jury sind:

  • Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Ausbildungsreferent der Ev. Landeskirche in Baden, Karlsruhe
  • Jan von Campenhausen, Reformbüro der EKD
  • Heidrun Dörken, Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Frankfurt / Main
  • Prof. Dr. Holger Eschmann, Theologische Hochschule Reutlingen
  • Anne Gidion, Gottesdienst-Institut der Nordkirche, Hamburg
  • Dr. Stephan Goldschmidt, Vorsitzender der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes, und Gottesdienstreferent der EKD, Hannover
  • Prof. Dr. Ansgar Franz, Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft und Homiletik, Mainz
  • Dr. Hanna Kasparick, Predigerseminardirektorin Lutherstadt Wittenberg
  • Gerd Kerl, Stellvertretender Vorsitzender der Liturgischen Konferenz in der EKD
  • Dr. Andreas Leipold, Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld
  • Jörg Persch, Verlagsbereichsleiter, Göttingen
  • Dr. Thomas Schlegel, Zentrum für Mission in der Region, Greifswald
  • Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg
  • Burkhard Weitz, Chrismon-Redakteur, Frankfurt
  • Helmut Wöllenstein, Propst des Sprengels Waldeck-Marbug

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"Gottesdienst für viele" - Ein Strukturkonzept für den städtischen und ländlichen Bereich des Kirchenkreises Köthen (Anhalt):

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Gottesdienstpreis 2012 - Preis für den besten Gottesdienst mit Demenzkranken geht nach Lüneburg

„Vergiss mein nicht“ – so lautet der Titel des Gottesdienstes, den die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung) mit dem Gottesdienstpreis 2012 auszeichnet. Er wurde am 9. Oktober 2011 in der St. Nicolaikirche in Lüneburg mit Demenzkranken, ihre Angehörigen, Betreuenden und weiteren Gemeindemitgliedern gefeierten.

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes vergibt in diesem Jahr zum vierten Mal den mit 2500 € dotierten Gottesdienstpreis. In 2012 wurden Gottesdienste gesucht, die im Blick auf Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und ihr Umfeld gestaltet waren.

Die Jury wählte den Lüneburger Gottesdienst aus einer großen Zahl weiterer Gottesdienste aus, die allesamt einen überzeugenden Eindruck machten. Besonders beeindruckte allerdings der Gottesdienst „Vergiss mein nicht“ aus der St. Nicolaikirche in Lüneburg. Die Jury begründete ihre Entscheidung für den zu prämierenden Gottesdienst mit folgenden Worten: „Dieser Gottesdienst ging erkennbar aus einer örtlichen Kooperation zwischen der Alzheimer Gesellschaft, der Psychiatrischen Klinik und der Gemeinde St. Nicolai hervor, die seit mehreren Jahren besteht. Uns beeindruckte die sorgfältige und intensive Vorbereitung, an der viele Gemeindegruppen beteiligt waren.“

Die für das Gottesdienstprojekt Verantwortliche, Diakonin Antje Stoffregen, hat die Erfahrung gemacht, dass Menschen mit und ohne Demenz durch die Gestaltung der Gottesdienste angesprochen werden, „die anschaulich, sinnlich und stärkend sein wollen.“ Ihr und ihrem Team geht es darum bei Demenzkranken „Potentiale zu entdecken und zur Wirkung zu bringen.“

Im Blick auf die Zielgruppe der Demenzkranken und ihrer Angehörigen würdigte die Jury die elementare Sprache und die klare Struktur. Die Wahl des Ortes im Erinnerungen weckenden Kirchenraum überzeugte außerdem. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Symbol der Hand, verknüpft mit der Botschaft, dass auch diejenigen, die mit dem Vergessen kämpfen, in die Hand Gottes geschrieben und darum nicht vergessen sind. Mit dieser Aussage besaß der Gottesdienst seine theologische Mitte, die durch Gesten und Zeichen mit allen Sinnen erlebt werden konnte.

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Gottesdienstpreis 2011 für die Bruderhaus-Diakonie in Reutlingen - eine Tauferinnerungsfeier mit behinderten Menschen wird ausgezeichnet

Du bist Gottes geliebter Sohn – Gottes geliebte Tochter, lautet der Titel des Gottesdienstes, den Pfarrerin Cornelia Eberle am 4. Juli 2010 im Festsaal der Behindertenhilfe Reutlingen mit geistig und körperlich Behinderten feierte. Ihn zeichnet die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes in diesem Jahr mit einem auf € 2 500 dotierten Preis aus.

Der Jury lagen Wortlaut des Reutlinger Gottesdienstes und Erläuterungen hierzu vor. Beeindruckt war sie vor allem von der Sprache und der inhaltlichen Dichte. »Pfarrerin Cornelia Eberles Worte sind einfach und poetisch, die Liturgie gestaltet sie liebevoll, vom Glauben spricht sie elementar und selbstverständlich. Und gleichzeitig gelingt es ihr, existentielle Glaubensfragen zu vermitteln. Mancher Familiengottesdienst-Macher könnte hier viel lernen«, so begründeten die Jurymitglieder ihre Wahl.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand ein Ritual, das die Teilnehmenden an ihre Taufe erinnern sollte. Während die Kirchgänger die Botschaft hörten, sie seien Gottes geliebtes Kinder, träufelte die Pfarrerin Wasser über ihre Hände. Pfarrerin Cornelia Eberle beschrieb die Szene später so: Ein Mann mit geistiger Behinderung schaut aufmerksam auf die Schale mit Wasser, die vor ihm steht. Er taucht seine Hände hinein, bewegt sie vorsichtig, spürt das Wasser. Er hört, wie die Pfarrerin ihm zuspricht: »Du bist Gottes geliebter Sohn. Gott freut sich an dir!« Er schaut auf und strahlt.

Der Mann, der neben ihm steht, ist nicht behindert. Er gehört zum Chor, der heute den Gottesdienst mitgestaltet. Bewegt hat er beobachtet und zugehört. Jetzt streckt er selbst seine Hand aus und bekommt von der Pfarrerin Wasser darüber geträufelt als symbolische Erinnerung an seine Taufe. Dazu dieselben Worte: »Du bist Gottes geliebter Sohn. Gott freut sich an dir!«

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung) vergibt im Jahr 2011 den Gottesdienstpreis zum dritten Mal.

In diesem Jahr war der Preis für innovative Tauf- oder Tauferinnerungsgottesdienste ausgelobt, die die Bedeutung der Taufe in ansprechender Weise verdeutlichen. Kriterien waren neben der theologischen, ästhetischen und sprachlichen Qualität die Aufmerksamkeit für nonverbale Zeichen. Insbesondere darauf, wie im Gottesdienst das Symbol des Wassers zur Geltung kam, achtete die Jury.

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Laudatio zur Preisverleihung

Hier können sie die Laudatio zur Preisverleihung am 22. November 2011 von Pfarrerin Heidrun Dörken, Frankfurt/ Main, im Wortlaut nachlesen. [PDF-Dokument]

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Gottesdienstsonderpreis 2010

»Neue Passionslieder«
Preisverleihung des Gottesdienstsonderpreises 2010 in Schlüchtern

Foto: Die Preisträger Hans-Stephan Simon, Dieter Kroeker, Martina Pohl, Ilone Schmitz-Jeromin, Gertrud-Marianne Schendel, Dr. Hans Joachim Wensing, Christiane Schmidt, Hans-Werner Kube, eingerahmt von LKMD Uwe Maibaum, Oberkirchenrat Dr. Stephan Goldschmidt (links) und Bischof Prof. Dr. Martin Hein (rechts).(Foto: Fredy F. Henning)
Die Preisträger Hans-Stephan Simon, Dieter Kroeker, Martina Pohl, Ilone Schmitz-Jeromin, Gertrud-Marianne Schendel, Dr. Hans Joachim Wensing, Christiane Schmidt, Hans-Werner Kube, eingerahmt von LKMD Uwe Maibaum, Oberkirchenrat Dr. Stephan Goldschmidt (links) und Bischof Prof. Dr. Martin Hein (rechts).(Foto: Fredy F. Henning)

 

Der in Kooperation mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes ausgelobte Passionsliederwettbewerb ist abgeschlossen.

Es wurden insgesamt acht Lieder ausgezeichnet. Die Preise wurden am 24. Oktober während der 40-Jahr-Feier der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern verliehen.

Für den ersten Platz wurden die beiden Lieder „In einer fernen Zeit“ (Text: Otmar Schulz, Melodie: Andreas Brunion) und „Manches Holz“ (Text: Ilona Schmitz-Jeromin, Melodie: Martina Pohl) ausgezeichnet. Sie entsprechen den Zielen der Ausschreibung in besonderer Weise. Insbesondere für den Gemeindegesang erscheinen sie sehr geeignet. Aber auch die textlichen und musikalischen Qualitäten überzeugen.

In einer fernen Zeit“ (als PDF-Dokument)

Manches Holz“ (als PDF-Dokument)

Der zweiten Platz ging an die drei Lieder „Maranatha“ (Text: Hartmut Handt, Melodie: Christoph Georgii), „In einer fernen Zeit“ (Text: Otmar Schulz, Melodie: Dieter Kroeker) und „Es gibt Leben“ (Text: Hans-Werner Kube, Melodie: Simon Langenbach). Alle drei Lieder repräsentieren unterschiedliche musikalische Genres und machen damit die Vielfalt des zeitgenössischen Gemeindegesanges deutlich.

Maranatha“ (als PDF-Dokument)

In einer fernen Zeit“ (als PDF-Dokument)

Es gibt Leben“ (als PDF-Dokument)

Der dritte Platz wurde ebenfalls aufgeteilt auf die Lieder „Manches Holz“ (Text: Ilona Schmitz-Jeromin, Melodie: Dr. Hans Joachim Wensing), „Jetzt ist es schwer“ (Text: Gertrud-Marianne Schendel, Melodie: Christiane Schmidt) und „Kostbar war der Moment“ (Text: Ilona Schmitz-Jeromin, Melodie: Hans-Stephan Simon).

Manches Holz“ (als PDF-Dokument)

Jetzt ist es schwer“ (als PDF-Dokument)

Kostbar war der Moment“ (als PDF-Dokument)

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Gottesdienstpreis 2010

Ein Gottesdienst bewegt die Stadt
Der Gottesdienstpreis 2010 geht an Konfirmandengruppe aus Detmold-Berlebeck

Der Gottesdienstpreis 2010 geht an die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Detmold-Berlebeck. Der Preis ist in Deutschland einmalig. Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes / Karl Bernhard Ritter Stiftung mit Sitz in Kassel verleiht ihn 2010 zum zweiten Mal. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert und soll dazu beitragen, dass innovative Gottesdienste einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden. 30 Gemeinden hatten ihre Gottesdienste eingereicht. Literarische Vorlagen insbesondere aus der Jugendliteratur bildeten die Grundlage der herausragenden Gottesdienstentwürfe, urteilte die Jury. Die Vorlagen bieten eine Sprache, die Jugendliche auf qualitativ hohem Niveau anspricht.

Mehr als 20 Konfirmandinnen und Konfirmanden haben zusammen mit ihrer Pfarrerin Iris Opitz-Hollburg am 24. Januar 2010 mit ihrem Gottesdienst zum Thema „Erinnern und Gedenken“ gegenüber dem Rechtsradikalismus Stellung bezogen. Die Extremisten hatten 2007 ein Jugendlager bei Detmold ausgerichtet und versucht, andere Jugendliche für ihre Ansichten zu werben. Einer der Rechtsextremisten der inzwischen verbotenen HDJ (Heimattreue Deutsche Jugend) wohnt in Berlebeck. Der Gottesdienst war Teil einer längeren Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus, an dem Detmolder Schulen, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, die Stadt, die ortsansässigen Vereine und die Kirchengemeinde beteiligt waren. „Der Gottesdienst war keine Nischenveranstaltung, sondern wurde zu einer zentralen Veranstaltung des Ortsteils. Es kamen Menschen aus ganz Detmold, und es war voll wie Heiligabend“, fasste die Jury die Begründung ihrer Entscheidung zusammen.

Wenige Tage vor dem 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gestalteten die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihrer Pfarrerin einen bewegenden Gottesdienst. Im Zentrum standen Spielszenen der Jugendlichen, die aus ihrer Beschäftigung mit dem Buch und dem Film „Der Junge mit dem gestreiften Pyjama“ von John Bojne erwuchsen. Dieses Jugendbuch erzählt die fiktive Geschichte der Freundschaft zwischen einem jüdischen Jungen und dem gleichaltrigen Sohn des Lagerkommandanten am Zaun von Auschwitz.

Der Gottesdienst wurde zu einem besonderen Ort der Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung vor Gott und führte Menschen aus der ganzen Stadt zusammen. Es waren Lehrerinnen und Lehrer der Schule gekommen, Vertreter und Vertreterinnen der Stadt Detmold, Besucher aus den Nachbargemeinden, die von dem Gottesdienst und einer dazugehörigen Ausstellung in der Zeitung gelesen hatten.

Ergriffen vom Gottesdienst begannen die Angehörigen der verschiedenen Generationen intensive, zum Teil sehr persönliche Gespräche. Sie fragten: „Welche Verantwortung hatten wir damals? Wie hätten wir uns damals verhalten? Und wie verhalten wir uns heute?“

Den Siegergottesdienst zum Thema „Erinnern und Gedenken“ können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen und finden ihn demnächst in unserer Gottesdienstdatenbank.

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Gottesdienstpreis 2009

Der beste Gottesdienst 2009 ist "kinderleicht"

KASSEL. Die Gottesdienst-Stiftung in Kassel verleiht den ersten Gottesdienstpreis in Deutschland an den Stadtökumenekreis Leipzig für den Gottesdienst "kinderleicht". Pfarrerin Angelika Biskupski hielt die Predigt und nahm den mit 2500 Euro dotierten Preis am 25. September 2009 in Kassel während der Zukunftswerkstatt der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) am "Abend ausgezeichneter Ideen" entgegen. Laudator war Dr. Reinhard Höppner, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.

Unter dem Motto "Kirche auf dem Markt" feierten 2000 Menschen aus allen Generationen am 8. Juni 2008 den Familiengottesdienst zum Stadtfest im Nikolaikirchhof zu Leipzig. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Leben von Kindern in der Stadt. Leipzig war 2008 Partnerstadt der Unicef. Die Kinder, aber auch Jugendliche waren im Gottesdienst nicht Kulisse, sondern Beteiligte. Sie gestalteten den Gottesdienst durch Schauspiel, Gesang und Gebete mit. Eine Schule hatte sogar eigens das Lied "kinderleicht" für den Gottesdienst geschrieben. Am Sinnbild der Waage wurde deutlich, dass nicht alles zu messen ist, was einen Menschen ausmacht: Wie viel wiegt ein gutes Wort? Wie teuer ist ein guter Freund? Wie tief kann eine Lüge verletzen? Auf der Waage sind die Kinder leichter als die Erwachsenen und damit dem Himmel näher.

Im Namen der Jury würdigte Professor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Direktor des Predigerseminars Hofgeismar, es sei gelungen, einerseits einen klassischen Gottesdienst im ökumenischen Geist zu feiern, und andererseits eine offene und zeitgemäße Form zu finden, auch jene Menschen anzusprechen, die nicht jeden Sonntag zur Kirche gehen.

Gebete, Fürbitten, Lieder, die Predigt und das Agapemahl, das Teilen des Brotes, ohne den Anspruch zu erheben, gemeinsam Abendmahl oder Eucharistie zu feiern, waren Elemente des klassischen Gottesdienstes, in die freie Inszenierungen eingewoben waren. Es spielte der Posaunenchor, aber auch das David-Timm-Jazzquartett.

Der Gottesdienst wurde nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern mit der Öffentlichkeit gefeiert. Zahlreiche Gemeinden, verschiedene Kinderinitiativen, eine Schule, die Stadt und der Flüchtlingsrat bereiteten "kinderleicht" vor. Als beispielhaft würdigte die Jury, dass es gelang, das Publikum im Gottesdienst zu einer Gemeinde und einer Gemeinschaft werden zu lassen.

Den Gottesdienst finden Sie in unserem Gottesdienst-Archiv:
»kinderleicht« - ökumenischer Straßengottesdienst zum Stadtfest in Leipzig, am 8. Juni 2008 auf dem Nikolaikirchhof. Veranstalter waren der Ev.-Lutherischer Kirchenbezirk Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Stadtökumenekreis.

Laudatio zur Preisverleihung
Hier können sie die Laudatio zur Preisverleihung am 25. September 2009 von Dr. Reinhard Höppner im Wortlaut nachlesen [PDF-Dokument]

Fotos vom Abend ausgezeichneter Ideen
Impressionen von der Preisverleihung am "Abend ausgezeichneter Ideen" während der EKD-Zukunftswerkstatt 2009 in Kassel finden Sie unter:
http://kirche-im-aufbruch.ekd.de/zukunftswerkstatt/foto/12315.html (Foto)
http://kirche-im-aufbruch.ekd.de/zukunftswerkstatt/filme/12388.html (Video)

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Überschrift: Jury

Jury 2016

Der Jury für den Gottesdienstpreis gehören an:

Christiane Berthold-Scholz, Hofgeismar
Heidrun Dörken, Ev. Senderbeauftragte für den hr, Frankfurt / Main
Prof. Dr. Holger Eschmann, Theologische Hochschule Reutlingen
Dr. Folkert Fendler Leiter des Zentrums für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim
Prof. Dr. Ansgar Franz Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft und Homiletik, Mainz
Dr. Lutz Friedrichs Referent für Gottesdienst, Kassel
Anne Gidion Gottesdienst-Institut der Nordkirche, Hamburg
Dr. Stephan Goldschmidt, Vors. der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes und Gottesdienstreferent der EKD, Hannover
Dr. Hanna Kasparick, Predigerseminardirektorin, Lutherstadt Wittenberg
Dr. Andreas Leipold Militärseelsorger, Fritzlar
Jörg Persch Verlagsbereichsleiter, Göttingen
Prof. Dr. Marcel Saß Lehrstuhl für Religionspädagogik, Marburg
Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg
Burkhard Weitz Chrismon-Redakteur, Frankfurt / Main
Helmut Wöllenstein Propst des Sprengels Waldeck und Marburg

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