Gottesdienst-Sonderpreis »Neue Passionslieder«
Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck schreiben unter dem Thema »Neue Passionslieder« einen zweigeteilten Gottesdienst-Sonderpreis für Text und Melodie zeitgenössischer Passionslieder aus.
Ziel der Ausschreibung ist es, den Gemeindegesang während der Passionszeit zu bereichern. Die eingereichten Passionslieder sollen dafür den Gemeinden in der Passionszeit 2011 zugänglich gemacht werden. Gesucht werden Lieder oder Texte, die für den Gemeindegesang während der Passionszeit geeignet sind und die die Themen und Texte insbesondere der Passionssonntage zwischen Invokavit und Palmsonntag aufgreifen. Die Dichter und / oder Komponisten stimmen mit der Einreichung ihrer Texte oder Melodien dem beschriebenen Verfahren und einer Veröffentlichung zu.
Bis zum 28. März 2010 konnten zunächst Liedtexte eingereicht werden. Sie konnten, mussten aber nicht, mit einer Melodie versehen sein oder sich auf eine bekannte Lied-Melodie singen lassen. Eine Textauswahl aus den Einsendungen durch die Jury ist hier abrufbar.
Jetzt werden in einer zweiten Ausschreibung die Melodien zu diesen Passionstexten gesucht, die bis zum 15. August einzureichen sind. Die in der ersten Ausschreibung eingegangenen Melodien werden hier berücksichtigt. Zugelassen sind Texte und Lieder, die noch nicht veröffentlicht wurden. Der Text der zweiten Ausschreibung ist hier abrufbar.
Der 1. Preis für Text und Melodie ist mit jeweils 2000 € dotiert, weitere Preise werden vergeben. Die Jury entscheidet frei über die Aufteilung der Preisgelder im Wert von insgesamt 7000 €. Die Preise werden während der Feier zum 40. Jubiläum der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte im Gottesdienst am 24. Oktober 2010 um 14.30 Uhr verliehen. Für die Vergabe des Preises sind folgende Kriterien leitend:
- ein theologisch verantworteter Umgang mit dem Thema Passion;
- die Berücksichtigung der besonderen Themen und Texte zumindest eines der Passionssonntage zwischen Invokavit und Palmsonntag;
- sprachliche und musikalische Qualität;
- besondere Eignung für den Gemeindegesang;
- Wort-Ton-Verhältnis;
- Begleitbarkeit.
Die Passionslieder oder -texte sind in schriftlicher Form einzureichen. Hinzugefügt werden soll eine unterschriebene Bescheinigung über die persönliche Urheberschaft der eingereichten Texte und Melodien. Ein Vordruck und die Information über weitere Rechtsgrundlagen zum Wettbewerb sind im Internet oder postalisch erhältlich. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Zur Jury gehören u. a.:
- Ursula Benzing, Ltd. Musikdramaturgin am Staatstheater Kassel
- Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Ev. Landeskirche in Baden, Karlsruhe
- Pfr. PD Dr. Lutz Friedrichs, Arbeitsstelle Gottesdienst, Hofgeismar
- KMD Gunther Martin Göttsche, Kirchenmusikalische Fortbildungssätte Schlüchtern
- Pfr. Dr. Stephan Goldschmidt, Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes, Kassel
- Peter Hamburger, Kantor für Popularmusik, Kassel
- Propst Reinhold Kalden, Liturgische Kammer der EKKW, Kassel
- KMD Jan Knobbe, Bezirkskantor, Bad Arolsen
- Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Universität Erfurt
- Pfr. Ulrike Laakmann, Predigerseminar Hofgeismar
- Pfr. Dr. Andreas Leipold, Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld
- LKMD Uwe Maibaum, Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Marburg
- Eckhard Manz, Kantor an St. Martin, Kassel
- OLKR Dr. Eberhard Stock, Theologische Kammer der EKKW, Kassel
- KMD Wolfgang Teichmann, Michaeliskloster Hildesheim
- Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau, Universität Marburg
Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. Nachfragen und Einsendungen bitte an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes [Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung], Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de
Archiv der Ausschreibungen
2010 / Gottesdienst für Konfirmandinnen und Konfirmanden
Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung) schrieb unter dem Thema »Gottesdienst für Konfirmandinnen und Konfirmanden« den Gottesdienstpreis 2010 aus.
Gemeinden und Einrichtungen aus den Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen waren eingeladen, bis zum 31. Januar 2010 Gottesdienste einzureichen:
- die mit Konfirmandinnen und Konfirmanden oder vergleichbaren Lerngruppen gefeiert wurden (beispielsweise im Rahmen des Firmunterrichts);
- die – möglicherweise – gemeinsam mit Jugendlichen vorbereitet wurden;
- die sowohl die Jugendlichen wie Eltern und die Gottesdienstgemeinde im Blick haben und die im Jahre 2009 oder 2010 gefeiert wurden.
Konfirmationsgottesdienste wurden nicht in die Auswahl aufgenommen.
Der Preis war mit 2.500 € dotiert.
Kriterien für die Vergabe des Preises waren:
- eine Jugendliche wie Erwachsene überzeugende,
- inhaltlich-theologische, sprachliche, musikalische und räumliche Gestaltung,
- die auch das Körperliche und die Bewegung berücksichtigt, sowie:
- die theologische, ästhetische und sprachliche Qualität.
Einzelheiten zur Form der Einsendung entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Ausschreibungstext, den Sie hier herunterladen können. Für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen unter info@gottesdienst-stiftung.de zur Verfügung.
2009 / Gottesdienst auf dem Markt
Unter diesem Thema schrieb die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes – Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung – einen Gottesdienstpreis aus. Gemeinden und Einrichtungen aus den Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen waren eingeladen, bis zum 31. Januar 2009 Gottesdienste einzureichen:
- die nicht in einer Kirche, sondern im öffentlichen Raum gefeiert wurden;
- die in Kooperation mit Partnern des öffentlichen Lebens vorbereitet und gestaltet wurden;
- die gesellschaftlich relevante Themen aufgegriffen haben.
Kriterien für die Vergabe des Preises waren:
- Relevanz für den öffentlichen Diskurs;
- Beteiligung der Partner des öffentlichen Lebens;
- Verknüpfung von geistlichen Fragen und gesellschaftlichen Themen;
- angemessene Berücksichtigung der Situation und der Zielgruppen;
- theologische, ästhetische und sprachliche Qualität;
- Stimmigkeit der liturgischen Gestaltung.
Die Gottesdienste waren in schriftlicher Form zu dokumentieren. Die Darstellung sollte einen Ablaufplan und alle gottesdienstlichen Texte enthalten. Darüber hinaus waren konzeptionelle Überlegungen (höchstens 5 Seiten) einzureichen. Öffentliche Resonanzen (Zeitungsberichte, Fotos u.?ä.) konnten hinzugefügt werden. Auch ein Video-Ausschnitt (höchstens 5 Minuten) aus der Eingangsphase des Gottesdienstes konnte mit eingesandt werden.
Der Preis war mit 2500 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand am 25. September 2009 in Kassel statt.
Gottesdienstpreis 2010
Ein Gottesdienst bewegt die Stadt
Der Gottesdienstpreis 2010 geht an Konfirmandengruppe aus Detmold-Berlebeck
Der Gottesdienstpreis 2010 geht an die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Detmold-Berlebeck. Der Preis ist in Deutschland einmalig. Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes / Karl Bernhard Ritter Stiftung mit Sitz in Kassel verleiht ihn 2010 zum zweiten Mal. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert und soll dazu beitragen, dass innovative Gottesdienste einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden. 30 Gemeinden hatten ihre Gottesdienste eingereicht. Literarische Vorlagen insbesondere aus der Jugendliteratur bildeten die Grundlage der herausragenden Gottesdienstentwürfe, urteilte die Jury. Die Vorlagen bieten eine Sprache, die Jugendliche auf qualitativ hohem Niveau anspricht.
Mehr als 20 Konfirmandinnen und Konfirmanden haben zusammen mit ihrer Pfarrerin Iris Opitz-Hollburg am 24. Januar 2010 mit ihrem Gottesdienst zum Thema „Erinnern und Gedenken“ gegenüber dem Rechtsradikalismus Stellung bezogen. Die Extremisten hatten 2007 ein Jugendlager bei Detmold ausgerichtet und versucht, andere Jugendliche für ihre Ansichten zu werben. Einer der Rechtsextremisten der inzwischen verbotenen HDJ (Heimattreue Deutsche Jugend) wohnt in Berlebeck. Der Gottesdienst war Teil einer längeren Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus, an dem Detmolder Schulen, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, die Stadt, die ortsansässigen Vereine und die Kirchengemeinde beteiligt waren. „Der Gottesdienst war keine Nischenveranstaltung, sondern wurde zu einer zentralen Veranstaltung des Ortsteils. Es kamen Menschen aus ganz Detmold, und es war voll wie Heiligabend“, fasste die Jury die Begründung ihrer Entscheidung zusammen.
Wenige Tage vor dem 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gestalteten die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihrer Pfarrerin einen bewegenden Gottesdienst. Im Zentrum standen Spielszenen der Jugendlichen, die aus ihrer Beschäftigung mit dem Buch und dem Film „Der Junge mit dem gestreiften Pyjama“ von John Bojne erwuchsen. Dieses Jugendbuch erzählt die fiktive Geschichte der Freundschaft zwischen einem jüdischen Jungen und dem gleichaltrigen Sohn des Lagerkommandanten am Zaun von Auschwitz.
Der Gottesdienst wurde zu einem besonderen Ort der Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung vor Gott und führte Menschen aus der ganzen Stadt zusammen. Es waren Lehrerinnen und Lehrer der Schule gekommen, Vertreter und Vertreterinnen der Stadt Detmold, Besucher aus den Nachbargemeinden, die von dem Gottesdienst und einer dazugehörigen Ausstellung in der Zeitung gelesen hatten.
Ergriffen vom Gottesdienst begannen die Angehörigen der verschiedenen Generationen intensive, zum Teil sehr persönliche Gespräche. Sie fragten: „Welche Verantwortung hatten wir damals? Wie hätten wir uns damals verhalten? Und wie verhalten wir uns heute?“
Der Gottesdienstpreis 2011 wird im Herbst 2010 unter neuem Motto ausgeschrieben.
Den Siegergottesdienst zum Thema „Erinnern und Gedenken“ können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen und finden ihn demnächst in unserer Gottesdienstdatenbank.
Gottesdienstpreis 2009
Der beste Gottesdienst 2009 ist "kinderleicht"
KASSEL. Die Gottesdienst-Stiftung in Kassel verleiht den ersten Gottesdienstpreis in Deutschland an den Stadtökumenekreis Leipzig für den Gottesdienst "kinderleicht". Pfarrerin Angelika Biskupski hielt die Predigt und nahm den mit 2500 Euro dotierten Preis am 25. September 2009 in Kassel während der Zukunftswerkstatt der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) am "Abend ausgezeichneter Ideen" entgegen. Laudator war Dr. Reinhard Höppner, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.
Unter dem Motto "Kirche auf dem Markt" feierten 2000 Menschen aus allen Generationen am 8. Juni 2008 den Familiengottesdienst zum Stadtfest im Nikolaikirchhof zu Leipzig. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Leben von Kindern in der Stadt. Leipzig war 2008 Partnerstadt der Unicef. Die Kinder, aber auch Jugendliche waren im Gottesdienst nicht Kulisse, sondern Beteiligte. Sie gestalteten den Gottesdienst durch Schauspiel, Gesang und Gebete mit. Eine Schule hatte sogar eigens das Lied "kinderleicht" für den Gottesdienst geschrieben. Am Sinnbild der Waage wurde deutlich, dass nicht alles zu messen ist, was einen Menschen ausmacht: Wie viel wiegt ein gutes Wort? Wie teuer ist ein guter Freund? Wie tief kann eine Lüge verletzen? Auf der Waage sind die Kinder leichter als die Erwachsenen und damit dem Himmel näher.
Im Namen der Jury würdigte Professor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Direktor des Predigerseminars Hofgeismar, es sei gelungen, einerseits einen klassischen Gottesdienst im ökumenischen Geist zu feiern, und andererseits eine offene und zeitgemäße Form zu finden, auch jene Menschen anzusprechen, die nicht jeden Sonntag zur Kirche gehen.
Gebete, Fürbitten, Lieder, die Predigt und das Agapemahl, das Teilen des Brotes, ohne den Anspruch zu erheben, gemeinsam Abendmahl oder Eucharistie zu feiern, waren Elemente des klassischen Gottesdienstes, in die freie Inszenierungen eingewoben waren. Es spielte der Posaunenchor, aber auch das David-Timm-Jazzquartett.
Der Gottesdienst wurde nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern mit der Öffentlichkeit gefeiert. Zahlreiche Gemeinden, verschiedene Kinderinitiativen, eine Schule, die Stadt und der Flüchtlingsrat bereiteten "kinderleicht" vor. Als beispielhaft würdigte die Jury, dass es gelang, das Publikum im Gottesdienst zu einer Gemeinde und einer Gemeinschaft werden zu lassen.
Den Gottesdienst finden Sie in unserem Gottesdienst-Archiv:
»kinderleicht« - ökumenischer Straßengottesdienst zum
Stadtfest in Leipzig,
am 8. Juni 2008 auf dem Nikolaikirchhof.
Veranstalter waren der Ev.-Lutherischer Kirchenbezirk Leipzig in
Zusammenarbeit mit dem Stadtökumenekreis.
Laudatio zur Preisverleihung
Hier können sie die Laudatio zur Preisverleihung am 25. September 2009 von Dr. Reinhard Höppner im Wortlaut nachlesen [PDF-Dokument]
Fotos vom Abend ausgezeichneter Ideen
Impressionen von der Preisverleihung am "Abend ausgezeichneter Ideen" während der EKD-Zukunftswerkstatt 2009 in Kassel finden Sie unter:
http://www.ekkw.de/index_6551.htm (Fotos)
http://kirche-im-aufbruch.ekd.de/zukunftswerkstatt/foto/12315.html (Foto)
http://kirche-im-aufbruch.ekd.de/zukunftswerkstatt/filme/12388.html (Video)
Jury 2010
Der Jury für den Gottesdienstpreis 2010 gehörten an:
Dr. Petra Bahr
Kulturbeauftragte der EKD
Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh
Ausbildungsreferent der Evangelischen Landeskirche in Baden, Karlsruhe
Dr. Lutz Friedrichs
Arbeitsstelle Gottesdienst, Hofgeismar
Prof. Dr. Erich Geldbach
Lehrstuhl für Ökumene und Konfessionskunde, Bochum
Dr. Stephan Goldschmidt
Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes
Dr. Reinhard
Höppner
ehem. Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
Prof. Dr. Benedikt Kranemann
Universität Erfurt
Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg
Jury 2009
Der Jury für den Gottesdienstpreis 2009 gehörten an:
Dr. Petra Bahr
Kulturbeauftragte der EKD, Berlin
Ursula Benzing
Leitende Musikdramaturgin, Staatstheater Kassel
Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh
Predigerseminardirektor, Hofgeismar
Heidrun Dörken
Medienbeauftragte der EKHN, Frankfurt
Dr. Lutz Friedrichs
Leiter der Gemeinsamen Arbeitsstelle für gottesdienstliche Fragen der EKD, Hannover
Prof. em. Dr. Erich Geldbach
Lehrstuhl für Ökumene und Konfessionskunde an der Universität Bochum, Marburg
Dr. Stephan Goldschmidt
Vorsitzender der Gottesdienst-Stiftung, Kassel
Dr. Reinhard Höppner
Ministerpräsident a.D., Magdeburg
Prof. Dr. Benedikt Kranemann
Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät, Erfurt
Dr. Andreas Leipold
Pfarrer, Bad Hersfeld
Jörg Persch
Leiter des theologischen Lektorates von Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen
Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg


